Allergieerkrankungen: Krankheitsbilder und schulmedizinische Behandlung

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Körpers, die sich gegen an sich harmlose Substanzen wendet. Zumeist wird eine Allergie als eine „überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe“ bezeichnet. Diese Stoffe, sogenannte Allergene, sind in den meisten Fällen Eiweißverbindungen aus der Natur. Alles in allem sind mehr als 20.000 Substanzen bekannt, auf die Menschen allergisch reagieren können. Die Liste wird angeführt von Allergien gegen diverse Pollen, Nahrungsmittel, Schimmelpilze, Milben, Medikamente und Metalle.

Etwa 30% der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum leiden an einer Allergie (die meisten sind von Heuschnupfen, also Pollenallergie, betroffen), viele von ihnen sind auf mehr als einen Stoff allergisch. Die genauen Entstehungsgründe für Allergien sind noch unbekannt. Diskutiert werden Erbanlagen, veränderte Nahrungsmittel und Medikamente, übertriebene Hygiene sowie Umweltveränderungen. Die Kosten für die Behandlung von Allergieerkrankungen gehen in die Milliarden Euro jährlich, hinzu kommen noch einmal mehrere Milliarden Euro jährlich aufgrund von Arbeitsausfällen.

Allergiesymptome können sich verschiedenen äußern:

  • Betroffenheit der Augen
  • Betroffenheit der oberen Atemwege (Nase, Rachen, Neben- und Stirnhöhlen)
  • Betroffenheit der unteren Atemwege (Bronchien, Lunge)
  • Betroffenheit der Haut und des darunter liegenden Gewebes
  • Unspezifische Allergiesymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Fieber, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen etc.
  • Anaphylaktischer Schock (am häufigsten bei Insektenstichen und Nahrungsmittelallergien, kann bis zum Tod führen)

Allergische Reaktionen und Symptome können entweder unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Stoff oder aber auch verzögert erst nach 1-3 Tagen auftreten.

Bei den Betroffenen können sich einzelne Symptome wie z.B. gerötete Augen zeigen, häufig kommt es aber auch zu einer Kombination von verschiedenen Symptomen. Darüber hinaus können Symptome nur zu einer bestimmten Jahreszeit (z.B. Pollenallergie nur im Frühjahr/Sommer) oder nach einem bestimmten Ereignis (z.B. Kontakt mit Tieren oder Metallen) oder aber auch ganzjährig und ohne auslösendes Ereignis (z.B. Allergie gegen Milben, Schimmelpilze) auftreten. Kreuzreaktionen kommen bei Allergien sehr häufig vor, bzw. können sich auch im Lauf der Jahre entwickeln. Eine Kreuzreaktion bedeutet die Verbindung einer ursprünglichen Allergie mit einer weiteren, davon abhängigen Allergie. Am häufigsten zeigen sich diese bei Allergien gegen Baumpollen, Gräser oder Beifußpollen und bestimmten Nahrungsmitteln, am häufigsten Obstsorten. Allerdings kann auch eine Allergie auf Schimmelpilze, die sich unerkannt auf bestimmten Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse festsetzen, eine Kreuzallergie auf dieses Lebensmittel vortäuschen. Wer immer nach dem Genuss von jeglichem rohen Obst allergische Symptome bekommt, sollte eher an eine Fruktose-Intoleranz oder an eine Allergie gegen Schimmelpilze auf der Obstschale als an eine Kreuzreaktion denken. Im schlimmsten Fall können Allergien tödlich enden, entweder durch einen anaphylaktischen Schock oder auch durch einen schweren Asthmaanfall. Dies betrifft etwa 6.000 Menschen pro Jahr.

Allergien zeigen sich manchmal nicht direkt und unmittelbar. Auch Migräne und andere Kopfschmerzen, Übelkeit, Darmbeschwerden, Müdigkeit, sogar depressive Verstimmungen können Symptome einer zumeist Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Lassen Sie sich einmal dahingehend testen, wenn Sie unter diesen Beschwerden leiden und keine anderen Ursachen gefunden werden. Auch ein übermäßiger Darmpilzbefall (Candida) kann allergische Symptome auslösen.

Herauszufinden, auf welche Stoffe Menschen im einzelnen allergisch reagieren, ist oftmals gar nicht so einfach und kann lange dauern. Die Schulmedizin hält hierzu verschiedene Methoden der Testung bereit.

Allergieerkrankungen der oberen Atemwege

Allergieerkrankungen der unteren Atemwege

Allergieerkrankungen der Haut

Asthma

 

Allgemeiner Hinweis

Die im Detail dargestellten Krankheitsbilder inklusive ihrer Symptombeschreibungen entsprechen der schulmedizinischen Sichtweise. Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass alternativmedizinische Ansätze wie etwa Ayurveda, TCM oder Homöopathie teilweise hiervon recht abweichende Sichtweisen auf die jeweiligen Krankheitsbilder und ihre Ursachen bzw. Auswirkungen haben.

Zudem soll an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Schulmedizin in ihrer Behandlung zumeist symptombezogen arbeitet, also Mittel für Symptome oder eine Gruppe von Symptomen anbietet. In alternativmedizinischen Ansätzen wird zum Teil auch symptombezogen gearbeitet (z.B. eine bestimmte Teemischung für entsprechende Symptome), es kommen aber auch ganzheitliche Verfahren zum Einsatz (z.B. eine komplette Nahrungsmittelumstellung). siehe ganzheitliche Ansätze